Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Institut für Pharmazie

Institut für Pharmazie in der Wolfgang- Langenbeckstr. 4

Institut für Pharmazie in der Wolfgang- Langenbeckstr. 4


Aktuelle Informationen

Die Corona-Pandemie hat unser Land, die Martin-Luther-Universität und unser Institut stark verändert. Durch die bestehenden notwendigen Sicherheitsbestimmungen sind sowohl die Lehre als auch die Forschungsaktivitäten stark beeinträchtigt. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren Einsatz in dieser Ausnahmesituation. Besonderer Dank gilt unseren Studierenden, welche aktiv in den Apotheken zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung beitragen.

Aufgrund der besonderen Umstände ergeben sich viele Fragen, von denen momentan nur ein Teil beantwortet werden kann. Der weitere Verlauf an unserem Institut ist stark von der Dynamik der Pandemie und den Entscheidungen anderer Gremien (Robert-Koch-Institut, Landesbehörden, Stadt Halle, Universitätsleitung) abhängig. Da die Lage sehr dynamisch ist, sind langfristige Planungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Wir stehen im engen Austausch mit der Universitätsleitung, den Landesbehörden und anderen Gremien, um gemeinsam Lösungen zur Absicherung der Lehre und Forschung zu finden. Hierbei steht die Sicherung der Gesundheit der Studierenden und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund. Wir arbeiten intensiv daran, ein erfolgreiches Studieren ohne Zeitverlust zu ermöglichen und sind zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Pharmazie unternehmen große Anstrengungen, um die Lehre sicherzustellen. Hierbei werden über StudIP Vorlesungen elektronisch zur Verfügung gestellt. Weiterhin werden neue Wege für die Gestaltung der Praktika erarbeitet.

Wir wünschen allen Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gesundheit und hoffen, gemeinsam schrittweise in den nächsten Wochen zu einem regulären Lehr- und Forschungsbetrieb zurückkehren zu können.

Professor Dr. Karsten Mäder                  Professor Dr. Andrea Sinz
Institutsdirektor                                         Stellvertretende Institutsdirektorin


Aktuelles/ Veranstaltungen

Entdeckung eines neuen Blaualgen-Gifts

Prof. Timo Niedermeyer und seine Arbeitsgruppe haben ein neues von Cyanobakterien gebildetes Nervengift als Ursache einer mysteriösen tödlichen Erkrankung entdeckt, die unter anderem den Weißkopfseeadler, das Wappentier der USA, betrifft. Die Arbeiten wurden als Titelgeschichte in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Zur vollständigen Pressemitteilung geht es hier, die Publikation ist auf der Homepage der Zeitschrift frei zugänglich.

AETX Cover Science

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Entwicklung eines neuen SARS-CoV-2-Tests

Prof. Andrea Sinz und ihre Arbeitsgruppe haben ein Testverfahren zur Bestimmung von SARS-CoV-2 entwickelt, das anders als die bisherigen Tests funktioniert. Dieser neue, hochspezifische Test könnte als Ergänzung zu bisherigen Nachweisverfahren dienen. Der Vorteil des neu entwickelten Verfahrens ist, dass die Geräte dafür – Massenspektrometer – bereits in vielen Laboren vorhanden sind. Um das neue Verfahren massentauglich zu machen, arbeiten die Forschenden eng mit der Industrie zusammen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt die MLU bei der Entwicklung mit rund 200.000 Euro. Zur vollständigen Pressemitteilung geht es hier, auch Der Spiegel hat darüber berichtet. Ein Video-Interview mit Frau Prof. Sinz findet sich in der Pharmazeutischen Zeitung.

Neue DFG-Projekte am Institut für Pharmazie Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert zwei neue Projekte an unserem Institut ("Pathomechanistische Rolle des IGF2BP2 im Myokardinfarkt: Induktion des kardialen Remodelings und der Hypertrophie" von Prof. Dr. Sonja Kessler und "Neue Ansätze für den Umgang mit alten Verbindungen – Untersuchung der ökologischen Funktion und Bioaktivität von Microcystinen mittels bioorthogonaler Chemie" von Prof. Dr. Timo Niedermeyer).

Zeugnisausgabe 2020 Leider konnten pandämiebedingt den AbsolventInnen in diesem Jahr die Urkunden zum Zweiten Staatsexamen im Studiengang Pharmazie nicht feierlich in der Aula der Universität übergeben werden. Stattdessen fand am Freitag, dem 27. November 2019, eine Online-Feierstunde statt. Nach einer Begrüßung durch Herr Dr. Jens-Andreas Münch (Präsident der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt) und einer Videobotschaft von Herr Prof. Karsten Mäder (Direktor des Instituts für Pharmazie) hielt Herr Prof. Gerd Bendas von der Universität Bonn die diesjährige Festrede. Danach wurden die Zeugnisse symbolisch übergeben und die Namen der 64 Absolventen verlesen, von denen 9 mit der Bestnote „sehr gut“ abgeschlossen haben. Auch in diesem Jahr wurden wieder Preise für die beste Diplomarbeit und beste Promotion vergeben. Den vom Serumwerk Bernburg gestifteten Diplompreis erhielt Frau Julia Christin Dorner durch Herrn Dr. Huschka im November in schriftlicher Form. Der von der Bayer Bitterfeld GmbH gestiftete Promotionspreis wurde im Rahmen einer Online-Veranstaltung am 16.12. durch Herrn Dr Reinhard Walter vergeben. Der Preis wurde zu gleichen Teilen Frau Dr. Carolin Riehl und Herr Dr. Markus Riehl verliehen.

Start in's Wintersemester 20/21

Die MitarbeiterInnen des Instituts für Pharmazie begrüßen alle Studierenden, die aus der Sommerpause zurück an das Institut kommen. Insbesondere freuen wir uns auf die 140 Studierenden, die ihr erstes Semester bei uns angehen werden. Herzlich Willkommen!

Uns Lehrenden ist bewusst, dass die aktuelle Situation unsere Studierenden, insbesondere aber die ErstsemestlerInnen, vor besondere Herausforderungen stellt. Durch die Abstandsregeln und die Gefahr der Virusverbreitung über Aerosole sind wir nicht in der Lage, unsere Veranstaltungen wie gewohnt abzuhalten. Wir arbeiten aber hart, um dennoch gute Lehre anbieten zu können, z.B. durch Anpassungen im Stundenplan, Überareitung der Praktikumsaufgaben oder durch die Erarbeitung synchroner oder asynchroner Online-Veranstaltungen. Die COVID-19-Pandemie zeigt uns, wie wichtig gut ausgebildete GesundheitswissenschaftlerInnen sind - deshalb ist uns gute Lehre gerade auch in dieser Zeit ein Herzensanliegen. Gemeinsam schaffen wir das!

RESTART-19-Projekt des Uniklinikums Halle

In den letzten Tagen haben Studierende des Fachbereiches Pharmazie die Klinikapotheke des Uniklinikums Halle tatkräftig und ehrenamtlich bei der Vorbereitung der RESTART-19 Studie unterstützt. Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, ob Großveranstaltungen in Bereich wie beispielsweise Kultur und Sport unter den heutigen Bedingungen wieder stattfinden können. Dafür finden am 22.08.2020 in der QUARTERBACK Immobilien ARENA Leipzig mehrere Tim Bendzko Konzerte statt, die für die ca. 2000 Studienteil-nehmer kostenlos sind. Insgesamt finden 3 Konzerte mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen statt. In den Konzertpausen können die Studienteilnehmer des Weiteren auf Spieler des SC DHfK Handball treffen. Die Studierenden stellten dafür 1000 l Handdesinfektionsmittel her, welches zusätzlich mit einem Fluoreszenzfarbstoff versetzt wurde. Anschließend füllten sie es in kleine 100 ml Fläschen ab.

Während der weiteren Tage halfen die Studierenden bei der Vorbereitung und dem Versand der Rachenabstrichtests, mit welchem sich die Studienteilnehmer selbst vor dem Konzert einen Rachenabstrich entnehmen. Dieser wird anschließend im Labor auf SARS-CoV-19 untersucht und negativ getestete Teilnehmer dürfen anschließend an dem Studientag teilnehmen. Für weitere Informationen steht Ihnen https://www.restart19.de/ zur Verfügung.

Geänderte Regelung zum Bestehen von universitären Prüfungen

Der Senat der Universität Halle hat beschlossen, die maximale Anzahl von Prüfungsversuchen bei Modulprüfungen für das Sommersemester 2020 aufzuheben.

Alle Modulprüfungen, die nicht bestanden sind, gelten somit als nicht unter-nommen. Dies gilt auch für noch ausstehende Modulprüfungen aus dem Wintersemester 2019/2020 und für Prüfungstermine des Sommersemesters, die evtl. erst im Wintersemester 2020/2021 angeboten werden. Der Senat hat seinen Beschluss am 8. Juli noch einmal konkretisiert und beschlossen, dass aufgrund eines Täuschungsversuchs nicht bestandene Modulprüfungen sowie Abschlussarbeiten davon ausgenommen sind.

Die Regelungen gelten auch für universitäre Prüfungen des Staatsexamens-studiengangs Pharmazie. Alle im Sommersemester 2020 erfolglos abgelegten Prüfungsversuche, unabhängig davon, ob es sich um Erst- oder Wieder-holungsversuche handelt, gelten daher als nicht unter-nommen und werden nicht als Fehlversuch angerechnet. Das gilt auch für Prüfungstermine zu Lehr-veranstaltungen des Sommersemesters 2020, die erst im Wintersemester 2020/2021 angeboten werden.

Achtung: Diese Regelung gilt im Staatsexamensstudiengang nur für interne Prüfungen. Diese Regelung gilt nicht für Staatsexamensprüfungen.

Preis für angewandte Forschung

Beim Hugo-Junkers-Preis 2019 erreichten Wissenschaftler des Institut für Pharmazie Platz drei in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“: Prof. Dr. Karsten Mäder und Martin Kirchberg (Pharmazie, MLU) entwickelten zusammen mit Wissenschaftlern der Fraunhofer Institute IMWS (Dr. Andreas Kiesow, Dr. Sandra Sarembe) und IZI (Dr. Mirko Buchholz), sowie der Universität Bern (Prof. Dr. Sigrun Eick) neuartige bioabbaubare Stäbchen, die eine bessere Behandlung von Parodontitis versprechen. Vorteile der Innovation sind eine einfache Applizierbarkeit, eine höhere Wirkstoffstabilität und eine längere Freisetzung. Ein Patent wurde angemeldet.

Erfolg bei DFG-Fachkollegienwahl

Bei der Fachkollegienwahl der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde laut vorläufigen Endergebnis Professor Dr. Karsten Mäder in das Fachkollegium 205-08 Medizin-Pharmazie gewählt. Er wird in der Amtsperiode 2020-2023 zusammen mit Professor Bernhard Wünsch (Münster) und Professorin Christa Müller (Bonn) das Fach Pharmazie bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft vertreten.

DFG Sonderforschungsbereiche

Frau Prof. Andrea Sinz vom Institut für Pharmazie der MLU Halle-Wittenberg ist Teilprojektleiterin in dem von der DFG bewilligten SFB 1423 „Strukturelle Dynamik der GPCR-Aktivierung und Signaltransduktion“. Sprecherin des SFB ist Frau Prof. Beck-Sickinger vom Institut für Biochemie der Universität Leipzig. Die Untersuchung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) stellt die zentrale Thematik des SFBs dar. In der Medizin nehmen GPCRs eine Schlüsselposition ein: Etwa 30 Prozent aller verschreibungspflichtigen Medikamente wirken über diese Rezeptoren, allerdings wird bislang nur das Potenzial von einer kleinen Gruppe von Rezeptoren genutzt. Im neuen SFB sollen die Wechselwirkungen von bislang wenig erforschten GPCRs, der Peptidrezeptoren und der Adhäsionsrezeptoren, mit ihren Partnern untersucht werden. Die Aufklärung deren dynamischer Strukturzustände erlaubt es, ihre Funktionen zu verstehen und neuartige Therapeutika zu entwickeln. Pressemitteilung der Universität Leipzig: https://www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/universitaet-bekommt-zuschlag-fuer-drei-sonderforschungsbereiche-2019-11-25/

Neuberufung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Studierenden des Instituts für Pharmazie freuen sich sehr darüber, dass Frau Professorin und Apothekerin Sonja Keßler ihren Ruf nach Halle angenommen und die Arbeit am Institut aufgenommen hat. Frau Professorin Keßler vertritt das Fach „Experimentelle Pharmakologie für Naturwissenschaften“ in der Lehre und Forschung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Onkologie und der Fettlebererkrankungen.

4. Graduiertenschule des Afrika-Projekts Trisustain

Nach Graduate Schools in den Partnerländern Tansania, Äthiopien und Botsuana findet vom 16.-24.9.19 in Halle die nächste Graduate School des Trisustain-Projekts (http://trisustain.uni-halle.de/) statt. Das vierjährige Projekt wird von Prof. Dr. Peter Imming (Institut für Pharmazie der MLU) geleitet. Es beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Basis des Erhalts afrikanischer Arzneipflanzen und nachhaltiger Kooperationen mit Subsahara-Afrikay. Die Graduiertenschule wird vom Rektor der MLU, Prof. Dr. Christian Tietje, eröffnet. Außerdem sprechen zur Eröffnung Dr. Karamba Diaby MdB, Mitglied des Bildungssauschusses des Bundestages, und Frau Karin Essig, Teamleiterin für internationale Projekte des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Themen sind - in Theorie und Laborpraxis - Naturstoffisolierung, Strukturaufklärung, Datenbankerstellung und -nutzung sowie die Entwicklung halbfester pflanzlicher Arzneiformen. Neben den neun vom Projekt geförderten afrikanischen Doktoranden nehmen Wissenschaftler der afrikanischen Partneruniversitäten und aus Halle des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie, des An-Instituts für angewandte Dermatopharmazie (Halle), der Univations GmbH und der MLU aktiv teil.


MLU-Pharmazie

Das Institut für Pharmazie an der MLU gehört zu den größten pharmazeutischen Hochschuleinrichtungen in Deutschland. Weiterhin werden vom Institut die englisch-sprachigen Studiengänge „Pharmaceutical Biotechnology“ und „Industrial Biotechnology“ angeboten. Das Institut für Pharmazie ist forschungsstark und sehr gut in die interdisziplinäre Forschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg integriert.

Intensive Kooperationen bestehen innerhalb der Naturwissenschaftlichen Fakultät I mit den Instituten für Biotechnologie/Biochemie und Biologie sowie mit den Naturwissenschaftlichen Fakultäten II und III und der Medizinischen Fakultät. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Institutes sind in zahlreiche nationale und internationale Forschungsverbünde integriert.

Die Forschungsschwerpunkte des Institutes decken alle Bereiche der pharmazeutischen Wertschätzungskette ab. Das Spektrum reicht vom computergestützten Design neuer Wirkstoffe über moderne massenspektrometrische Analysenverfahren, die Synthese und Testung antituberkulotischer Wirkstoffe bis zur Entwicklung und Charakterisierung von modernen Applikationsformen, wie Nanopartikel und moderne Depotformen. Detaillierte Informationen können auf den Webseiten der einzelnen Abteilungen erhalten werden.

Kontakt

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Pharmazie

Kurt-Mothes-Str. 3
06120 Halle (Saale)

Postanschrift:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Pharmazie
06099 Halle (Saale)

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