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Institut für Pharmazie

Institut für Pharmazie in der Wolfgang- Langenbeckstr. 4

Institut für Pharmazie in der Wolfgang- Langenbeckstr. 4


Aktuelle Informationen - 8. April 2020

Die Corona-Pandemie hat unser Land, die Martin-Luther-Universität und unser Institut stark verändert. Durch die bestehenden notwendigen Sicherheitsbestimmungen sind sowohl die Lehre als auch die Forschungsaktivitäten stark beeinträchtigt. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren Einsatz in dieser Ausnahmesituation. Besonderer Dank gilt unseren Studierenden, welche aktiv in den Apotheken zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung beitragen.

Aufgrund der besonderen Umstände ergeben sich viele Fragen, von denen momentan nur ein Teil beantwortet werden kann. Der weitere Verlauf an unserem Institut ist stark von der Dynamik der Pandemie und den Entscheidungen anderer Gremien (Robert-Koch-Institut, Landesbehörden, Stadt Halle, Universitätsleitung) abhängig. Da die Lage sehr dynamisch ist, sind langfristige Planungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Wir stehen im engen Austausch mit der Universitätsleitung, den Landesbehörden und anderen Gremien, um gemeinsam Lösungen zur Absicherung der Lehre und Forschung zu finden. Hierbei steht die Sicherung der Gesundheit der Studierenden und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund. Wir arbeiten intensiv daran, ein erfolgreiches Studieren ohne Zeitverlust zu ermöglichen und sind zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Pharmazie unternehmen große Anstrengungen, um die Lehre sicherzustellen. Hierbei werden über StudIP Vorlesungen elektronisch zur Verfügung gestellt. Weiterhin werden neue Wege für die Gestaltung der Praktika erarbeitet.

Wir wünschen allen Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gesundheit und hoffen, gemeinsam schrittweise in den nächsten Wochen zu einem regulären Lehr- und Forschungsbetrieb zurückkehren zu können.

Professor Dr. Karsten Mäder                  Professor Dr. Andrea Sinz
Institutsdirektor                                         Stellvertretende Institutsdirektorin


Aktuelles/ Veranstaltungen

Preis für angewandte Forschung

Beim Hugo-Junkers-Preis 2019 erreichten Wissenschaftler des Institut für Pharmazie Platz drei in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“: Prof. Dr. Karsten Mäder und Martin Kirchberg (Pharmazie, MLU) entwickelten zusammen mit Wissenschaftlern der Fraunhofer Institute IMWS (Dr. Andreas Kiesow, Dr. Sandra Sarembe) und IZI (Dr. Mirko Buchholz), sowie der Universität Bern (Prof. Dr. Sigrun Eick) neuartige bioabbaubare Stäbchen, die eine bessere Behandlung von Parodontitis versprechen. Vorteile der Innovation sind eine einfache Applizierbarkeit, eine höhere Wirkstoffstabilität und eine längere Freisetzung. Ein Patent wurde angemeldet.

Erfolg bei DFG-Fachkollegienwahl

Bei der Fachkollegienwahl der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde laut vorläufigen Endergebnis Professor Dr. Karsten Mäder in das Fachkollegium 205-08 Medizin-Pharmazie gewählt. Er wird in der Amtsperiode 2020-2023 zusammen mit Professor Bernhard Wünsch (Münster) und Professorin Christa Müller (Bonn) das Fach Pharmazie bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft vertreten.

DFG Sonderforschungsbereiche

Frau Prof. Andrea Sinz vom Institut für Pharmazie der MLU Halle-Wittenberg ist Teilprojektleiterin in dem von der DFG bewilligten SFB 1423 „Strukturelle Dynamik der GPCR-Aktivierung und Signaltransduktion“. Sprecherin des SFB ist Frau Prof. Beck-Sickinger vom Institut für Biochemie der Universität Leipzig. Die Untersuchung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) stellt die zentrale Thematik des SFBs dar. In der Medizin nehmen GPCRs eine Schlüsselposition ein: Etwa 30 Prozent aller verschreibungspflichtigen Medikamente wirken über diese Rezeptoren, allerdings wird bislang nur das Potenzial von einer kleinen Gruppe von Rezeptoren genutzt. Im neuen SFB sollen die Wechselwirkungen von bislang wenig erforschten GPCRs, der Peptidrezeptoren und der Adhäsionsrezeptoren, mit ihren Partnern untersucht werden. Die Aufklärung deren dynamischer Strukturzustände erlaubt es, ihre Funktionen zu verstehen und neuartige Therapeutika zu entwickeln. Pressemitteilung der Universität Leipzig: https://www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/universitaet-bekommt-zuschlag-fuer-drei-sonderforschungsbereiche-2019-11-25/

Zeugnisausgabe 2019

Am Freitag, dem 22. November 2019, erhielten 94 Absolventinnen und Absolventen in der Aula der Universität feierlich die Urkunden für das zweite Staatsexamen im Studiengang Pharmazie. Zehn Absolventinnen und Absolventen erreichten die Note sehr gut. Weiterhin wurden die Zeugnisse an die Absolventen des Masterstudienganges „Pharmaceutical and Industrial Biotechnology“ übergeben. Die Festrede wurde von Frau Professor Dr. Dagmar Fischer, der gewählten Präsidentin der Deutschen Pharmazeutische Gesellschaft gehalten. Redebeiträge des Dekans der Naturwissenschaftliche Fakultät I, Professor Dietrich Nies, sowie des Präsidenten der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt, Dr. Jens-Andreas Münch trugen ebenso wie die musikalische Umrahmung durch das akademische Quartett der Universität zu der gelungenen Veranstaltung bei. Traditionsgemäß wurden die Preise für die beste Diplomarbeit und beste Promotion vergeben. Den vom Serumwerk Bernburg gestifteten Diplompreis erhielt Johannes Lang. Der von der Bayer Bitterfeld GmbH gestiftete Promotionspreis wurde in diesem Jahr zweimal vergeben. Den ersten Preis erhielt Frau Dr. Christine Piotrowski, den zweiten Preis Frau Dr. Lisa Lampp.

Neuberufung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Studierenden des Instituts für Pharmazie freuen sich sehr darüber, dass Frau Professorin und Apothekerin Sonja Keßler ihren Ruf nach Halle angenommen und die Arbeit am Institut aufgenommen hat. Frau Professorin Keßler vertritt das Fach „Experimentelle Pharmakologie für Naturwissenschaften“ in der Lehre und Forschung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Onkologie und der Fettlebererkrankungen.

4. Graduiertenschule des Afrika-Projekts Trisustain

Nach Graduate Schools in den Partnerländern Tansania, Äthiopien und Botsuana findet vom 16.-24.9.19 in Halle die nächste Graduate School des Trisustain-Projekts (http://trisustain.uni-halle.de/) statt. Das vierjährige Projekt wird von Prof. Dr. Peter Imming (Institut für Pharmazie der MLU) geleitet. Es beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Basis des Erhalts afrikanischer Arzneipflanzen und nachhaltiger Kooperationen mit Subsahara-Afrikay. Die Graduiertenschule wird vom Rektor der MLU, Prof. Dr. Christian Tietje, eröffnet. Außerdem sprechen zur Eröffnung Dr. Karamba Diaby MdB, Mitglied des Bildungssauschusses des Bundestages, und Frau Karin Essig, Teamleiterin für internationale Projekte des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Themen sind - in Theorie und Laborpraxis - Naturstoffisolierung, Strukturaufklärung, Datenbankerstellung und -nutzung sowie die Entwicklung halbfester pflanzlicher Arzneiformen. Neben den neun vom Projekt geförderten afrikanischen Doktoranden nehmen Wissenschaftler der afrikanischen Partneruniversitäten und aus Halle des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie, des An-Instituts für angewandte Dermatopharmazie (Halle), der Univations GmbH und der MLU aktiv teil.


MLU-Pharmazie

Das Institut für Pharmazie an der MLU gehört zu den größten pharmazeutischen Hochschuleinrichtungen in Deutschland. Weiterhin werden vom Institut die englisch-sprachigen Studiengänge „Pharmaceutical Biotechnology“ und „Industrial Biotechnology“ angeboten. Das Institut für Pharmazie ist forschungsstark und sehr gut in die interdisziplinäre Forschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg integriert.

Intensive Kooperationen bestehen innerhalb der Naturwissenschaftlichen Fakultät I mit den Instituten für Biotechnologie/Biochemie und Biologie sowie mit den Naturwissenschaftlichen Fakultäten II und III und der Medizinischen Fakultät. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Institutes sind in zahlreiche nationale und internationale Forschungsverbünde integriert.

Die Forschungsschwerpunkte des Institutes decken alle Bereiche der pharmazeutischen Wertschätzungskette ab. Das Spektrum reicht vom computergestützten Design neuer Wirkstoffe über moderne massenspektrometrische Analysenverfahren, die Synthese und Testung antituberkulotischer Wirkstoffe bis zur Entwicklung und Charakterisierung von modernen Applikationsformen, wie Nanopartikel und moderne Depotformen. Detaillierte Informationen können auf den Webseiten der einzelnen Abteilungen erhalten werden.

Kontakt

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Pharmazie

Kurt-Mothes-Str. 3
06120 Halle (Saale)

Postanschrift:
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Institut für Pharmazie
06099 Halle (Saale)

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